Pressemitteilung
23. Oktober 2017

  

Air-Berlin-Pleite: Kommt als Nächstes die BER-Insolvenz?

 

Zur Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin erklärt der verkehrspolitische Sprecher und im Sonderausschuss BER vertretene Landtagsabgeordnete Andreas Kalbitz: „Dem ohnehin auf wackligen Füßen stehenden BER-Pannenflughafen ist der wichtigste Kunde weggebrochen. Es ist mehr als fraglich, ob die Flughafengesellschaft FBB unter diesen Bedingungen überhaupt noch den erhaltenen Kredit an die Länder Berlin und Brandenburg zurückzahlen kann. Die komplette Finanzplanung für den Flughafen muss deshalb auf den Prüfstand gestellt werden.“

Der als stellvertretendes Mitglied im Sonderausschuss BER vertretene Landtagsabgeordnete Franz Wiese ergänzt: „Ursprünglich bestand das von Air Berlin geplante Geschäftsmodell darin, den BER-Flughafen als sogenannten Schlüsselflughafen zu nutzen. Wenn aber Air Berlin als wichtige Säule der BER-Finanzplanung wegfällt, dann muss man sich darum sorgen, ob der BER noch renditeträchtig werden kann. Denn wenn beispielsweise Ryanair oder Easyjet den Flughafen nutzen sollten, dann lediglich als Billigflughafen ohne Beanspruchung einer Drehkreuzfunktion. Diese Fluggesellschaften sind schließlich beim Umsteigen aus Kostengründen an einem möglichst schnellen Durchschleusen der Passagiere interessiert, sodass die wirtschaftlich bedeutenden Einkaufsmöglichkeiten entfallen würden. Profitabel kann der Flughafen aber erst werden, wenn die umsatzbezogenen Pachten der kalkulierten Basis der FBB entsprechen. Andernfalls droht als Fortsetzung des Desasters die Insolvenz des BER-Flughafens und damit eine Steigerung der Blamage für Berlin und Brandenburg.“


Lion Edler

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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