Pressemitteilung
17. Januar 2018

  

Obdachlosigkeit in Brandenburg nicht auf die leichte Schulter nehmen

 

Die AfD-Fraktion im Brandenburgischen Landtag fordert die Landesregierung in einem Antrag dazu auf, in Zusammenarbeit mit den Kommunen die Zahl der Wohnungslosen und Obdachlosen in Brandenburg zu vermitteln. Auf der Grundlage dieser Zahlen sollen nachhaltige politische Maßnahmen für die Bekämpfung des Problems geprüft und möglichst zeitnah umgesetzt werden. Der Antrag wird am Freitag im Brandenburger Landtag debattiert werden.

Die sozialpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Birgit Bessin, teilt dazu mit:

„Wenn man sich die parlamentarischen Initiativen der etablierten Parteien im Brandenburger Landtag seit 2005 ansieht, kann man den Eindruck gewinnen, dass es um ein Problem von einem anderen Stern geht. Das Thema darf jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden, zumal jeder einzelne Fall schon einer zu viel ist. Um überhaupt sinnvolle und nachhaltige politische Maßnahmen abschätzen zu können, benötigen wir zunächst einen zeitnahen statistischen Überblick über Alter, Geschlecht, Herkunft, sozioökonomische Daten sowie Ursachen der Obdachlosigkeit. In diesem Bereich tappen wir bislang im Dunkeln, da die einzigen verfügbaren Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe e.V. allein auf Schätzungen beruhen. Wir sind gespannt, wie sich die vermeintlich sozialen, roten Regierungsparteien zu dieser Thematik im Landtag verhalten werden. Dies gilt gerade auch mit Blick auf Mecklenburg-Vorpommern, denn dort hat die Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) das Thema auf die Agenda gesetzt, indem sie eine „Initiative zur bundesweiten Erhebung von Daten zur Wohnungslosigkeit“ gestartet hat.


Lion Edler

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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