Pressemitteilung
27. März 2018

 

Landesregierung versagt bei digitaler Infrastruktur und Breitbandausbau

Digitalisierung: „Smart-Village“-Projekt ist nur Aktionismus ohne Nutzen für den ländlichen Raum

Die AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg hat ihre Kritik am zögerlichen Vorgehen der Landesregierung bezüglich der Digitalisierung bekräftigt. Hintergrund ist das von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) ins Leben gerufene Modellprojekt „Smart Village“. Bei diesem Projekt können sich interessierte Dörfer und Kleinstädte aus dem ländlichen Brandenburg um eine Modernisierung zu einer komplett digitalisierten Kommune bewerben.
 
Die wirtschaftspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg, Christina Schade, erklärt:
 
„Das Projekt ‚Smart Village‘ ist grundsätzlich eine gute Idee, allerdings werden hier die falschen Fragen gestellt. Zunächst sollte doch gefragt werden: In welchem Ort liegt bereits jetzt schnelles Internet vor, sodass dort auch tatsächlich alle Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden können? Erst dann kann man mögliche Effekte der Digitalisierung auf die einzelnen Akteure in einem Ort aufzeigen und neue Erkenntnisse erlangen. Diese Ergebnisse wiederum könnten dann, wenn ausreichend schnelle Internetverbindungen im ganzen Land vorhanden sind, auf andere Orte – beispielsweise im ländlichen Raum – angewandt werden.“
 
Der Sprecher für ländliche Entwicklung bei der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg, Sven Schröder, ergänzt:  
 
„Der wirtschaftlichen Entwicklung im ländlichen Raum ist mit einem Vorzeige-Dorf nicht geholfen. Rot-Rot hat kein Konzept für die Digitalisierung des ländlichen Raumes. Es ist bedauerlich, dass eine Institution wie die Medienanstalt Berlin-Brandenburg nun für die Versäumnisse der Landesregierung aufkommen muss. Die Digitalisierung Brandenburgs ist vergleichbar mit der Elektrifizierung des Landes vor etwa 100 Jahren. Dabei geht es nicht nur um die Optimierung von Verwaltung durch E-Government, eine Verbesserung des Lehrangebots an Bildungseinrichtungen durch E-Learning oder im medizinischen Bereich durch E-Health. Nein, auch das Leben der Menschen auf dem Lande und insbesondere die Situation auf dem Arbeitsmarkt werden unmittelbar durch die Verfügbarkeit von schnellem Internet beeinflusst. Wer die Digitalisierung verschläft, verschläft unsere Zukunft. Und dieses unentschuldbare Versäumnis wird die Landesregierung zukünftig verantworten müssen.“



Lion Edler

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 0171 - 5654618

Mail: presse@afd-fraktion-brandenburg.de

---