Pressemitteilung

08. Oktober 2015

Explodierende Kosten für Flüchtlinge verhindern Bau eines Jobcenters in Königs Wusterhausen

In Brandenburg liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 8,1 Prozent (Stand September 2015) und damit über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Davon beziehen aktuell rund 82.000 Menschen Arbeitslosengeld II. Um den Hartz-IV-Empfängern im Landkreis Dahme-Spreewald effizient und zügig bei der Arbeitsvermittlung zu helfen, sollte ein neues, zentrales Job-Center in Königs Wusterhausen errichtet werden. Daraus wird nun nichts. Das Projekt ist aufgrund fehlender Haushaltsmittel bis auf unbestimmte Zeit gestoppt. Angesicht der noch in diesem Jahr zu erwartenden 1800 Flüchtlinge im Landkreis und der damit verbundenen Kosten für Betreuung und Unterbringung sei der Bau eines neuen Jobcenters nach Meinung des Alt-Landrates Wille (SPD) „unverantwortlich“. Unverantwortlich sieht die AfD-Fraktion das aktuelle Asylchaos und die damit verbundenen unkalkulierbaren Kosten auf dem Rücken der vielen Arbeitslosen und sozial Schwachen in Brandenburg.

Der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Steffen Königer im brandenburgischen Landtag dazu: „Mit diesem Schritt erweist sich die Hilflosigkeit in Brandenburg und im Landkreis Dahme-Spreewald. So gibt man weder den Langzeitarbeitslosen noch den arbeitswilligen Flüchtlingen eine Perspektive.“ Es bringe nichts, Integration durch Arbeit überhaupt zu erwähnen, wenn man bereits bei der Errichtung einer Anlaufstelle scheitere, so Königer.

 

Lisa Martin

Pressereferentin



 

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