Pressemitteilung

31. Dezember 2015

 

Politischer Kampagnenjournalismus statt "kritischer Berichterstattung"

Der Kritik des Deutschen-Journalisten-Verbands (DJV), Teile der AfD hätten „die Aufgabe des Journalismus als Korrektiv der Politik nicht verstanden“, steht die brandenburgische AfD-Fraktion kritisch gegenüber. Der Bundesvorsitzende des DJV, Frank Überall, hatte vom AfD-Bundesvorstand Transparenz und Offenheit gegenüber Journalisten gefordert. „Kritische Berichterstattung“ dürfe nicht „als Rechtfertigung für eine Informationsblockade herhalten“, sagte der DJV-Chef.

Dazu der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und medienpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Andreas Kalbitz:

„Wenn die Presse in ihrer Mehrheit ihrem Auftrag zur objektiven Berichterstattung nachkommen würde, wäre auch Transparenz und Offenheit eine Selbstverständlichkeit. Anders als vom DJV dargestellt, haben wir kein Problem mit kritischer Berichterstattung über unsere Partei – doch was der DJV hier lapidar als „kritische Berichterstattung“ bezeichnet, ist oftmals nur denunziatorischer Kampagnenjournalismus.

Wenn es eine Blockade gibt, dann ist es, mit überschaubaren Ausnahmen, die Blockade ausgewogener Berichterstattung über die AfD. Insofern zeugt die Stellungnahme des Deutschen Journalisten-Verbands von völliger Ignoranz gegenüber der berechtigten Kritik an vielen Medienschaffenden. Dies gilt gerade auch für die teilweise unerträgliche Berichterstattung vieler Leitmedien über die AfD. Leider sind wir es gewohnt, dass sich die Berichterstattung über die AfD überwiegend auf vermeintliche Zwistigkeiten und Personalien fixiert und Sachbeiträge der AfD systematisch ausgeblendet werden.

Kein Wunder, dass eine Studie von infratest dimap im Juni dieses Jahres ergab, dass 60 Prozent der Deutschen wenig oder gar kein Vertrauen in die Medien haben. Der DJV sollte nach den Ursachen dieser massiven Glaubwürdigkeitskrise fragen, anstatt sich über Misstrauen zu wundern, zu dem viele Mitglieder des Deutschen-Journalisten-Verbands selbst beitragen."

 

 

Artur Fuchs

Pressestelle

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