Pressemitteilung

18.Februar 2016

 

Agrarpolitik: AfD-Fraktion unterstützt wesentliche Forderungen des Bauernbundes!


Der agrarpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Sven Schröder, unterstützt wesentliche Forderungen des Brandenburgischen Bauernbundes in der Agrarpolitik. Schröder erklärte dazu: „Die AfD-Fraktion fordert ebenfalls regulierende Maßnahmen gegen das ungesunde Wachstum des Milchmarktes. Einig sind wir uns auch darin, dass einerseits Massentierhaltung keine Lösung sein kann, dass es jedoch andererseits nicht zu weiteren Verschärfungen von Auflagen bei der Tierhaltung kommen darf.“ Außerdem unterstützte der Abgeordnete die Forderung des Bauernbundes nach einem Umdenken der Politik, um die Landwirte auch im globalen Wettbewerb wieder zu stärken.

Schröder folgte am Mittwoch der Einladung des Bauernbundes zu dessen Jahreshauptversammlung in Schönwalde (Landkreis Barnim). In seiner Rede wandte sich der Landtagsabgeordnete an die rund 150 Landwirte und bekräftigte die Dringlichkeit politischen Eingreifens: „Das letzte Mal, als man in der Landwirtschaft noch von Beständigkeit reden konnte, war in den Jahren von 1989 bis 1991. Zu dieser Zeit gab es noch keine Subventionen und Markteingriffe, wie sie heute auf dem Agrarmarkt zu beobachten sind. Es gab noch nicht die Probleme des ungesunden Wachstums, wie es sie heute gibt.“

Sven Schröder machte damit auf die teils gravierende Situation der brandenburgischen Bauern aufmerksam. Die Landwirtschaft befinde sich in einer Krise, sagte auch der Präsident des Bauernbundes, Karsten Jennerjahn. Zudem sei der Ruf der Landwirte durch gesellschaftliche Schuldzuweisungen stark angeschlagen. Immer wieder treffe die Bauern ungerechtfertigter Weise die Schuld an gesellschaftlichen Fehlentwicklungen wie etwa dem Klimawandel oder der Bodenverschmutzung durch „Überdüngung“.

Darüber hinaus tadelte Schröder den Zustand der momentanen Vertragsgestaltung bei den Milchlieferverträge als „tiefsten Feudalismus“. Auch die derzeitige Subventionspolitik sei so umzugestalten, dass nur noch Betriebe gefördert würden, die sich „zu hundert Prozent im Besitz ortsansässiger Landwirte befinden“.

In den Mittelpunkt seiner Rede stellte Schröder jedoch die Problematik des „ungesunden Wachstums“, wie sie derzeit vor allem auf dem Milchmarkt zu beobachten sei. Es werde immer mehr produziert, obgleich bereits ein ungeheurer Marktüberschuss existiere. Die Landesregierung müsse sich daher auf Bundesebene dafür einsetzen, dass das „zu viel“ an Milch reguliert werde.


Lion Edler

Pressestelle

 

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