Pressemitteilung

22. November 2016

 

Regionalzüge: Einführung von Platzreservierungen ist unverschämt

 

Die brandenburgische AfD-Fraktion kritisiert die Landesregierung für ihre Zustimmung zu den Plänen der Deutschen Bahn, Platzreservierungen in Brandenburger Regionalzügen einzuführen. Nach Angaben der Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin (IGEB e.V.) stimmten Berlin und Brandenburg der faktischen Verknappung der in den Verkehrsverträgen vereinbarten Sitzplätze ohne Reservierung zu. Die Einführung der Platzreservierungen ist offenbar eine Reaktion auf die Überfüllung von Regionalzügen in Berlin und Brandenburg, da der erforderliche Netzausbau noch auf sich warten lässt.

Dazu erklärt der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Andreas Kalbitz: „Diese aus der Hilflosigkeit geborene Maßnahme ist eine Zumutung gegenüber den Fahrgästen. Wer sich keine Reservierung leisten kann, wird nun noch beengter in den Zügen stehen müssen. Die  Landesregierung und die Bahn haben bei ihrer Aufgabe versagt, für einen bedarfsgerechten Ausbau der für Pendler und Arbeitnehmer unverzichtbaren Regionalbahnverbindungen zu sorgen. Dass sie nach diesem Versagen nun auch noch Profit aus der Situation schlagen wollen, ist zynisch. Die AfD-Fraktion lehnt das Vorhaben entschieden ab und fordert die Landesregierung dazu auf, ihre verkehrspolitischen Hausaufgaben zu machen.“


Lion Edler

Pressestelle

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