Pressemitteilung

26. Januar 2017

  

Innenminister muss Kriminalpolizei stärken

 

Nachdem der Neuruppiner Leitende Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann vor einem zunehmenden Personalmangel bei der Kriminalpolizei warnte, hat die brandenburgische AfD-Fraktion ihre Forderung nach einer personellen Aufstockung bekräftigt. Aufgrund der Überalterung in den Reihen der Kriminalpolizei drohen erfahrene Ermittler in den kommenden Jahren zur Seltenheit zu werden. Ab dem Jahr 2022 werden nach derzeitigem Stand jährlich 15 Prozent der Belegschaft in Rente gehen. Gleichzeitig gibt es nach Lehmanns Angaben bei der Ausbildungsstruktur erhebliche Defizite, weil junge, gut ausgebildete Polizeibeamte nicht rechtzeitig in den Kripo-Dienst geschickt würden. Grund hierfür sei das Ausbildungssystem und der lange Weg über die Bereitschafts- und Schutzpolizei bis zur Kripo.
 
Der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im brandenburgischen Landtag, Thomas Jung, teilt dazu mit: „Viel zu wenige Jungpolizisten – derzeit sind es zehn bis 15 pro Jahrgang – werden nach ihrem Ausbildungsende unverzüglich zur Kripo geschickt, um dort Erfahrungen sammeln zu können. Wie sollen junge Nachwuchstalente von alten Kripo-Hasen lernen, wenn die Laufbahn dies nicht ermöglicht und erfahrene Beamte längst im Ruhestand sind, sobald die Jüngeren nachrücken? Zur Sicherung des personellen Ersatzes müssten viel mehr Absolventen mit kriminalpolizeilichem Studienschwerpunkt direkt nach dem Studium zur Kriminalpolizei wechseln können. Das müssen wir finanziell fördern und mit attraktiveren Anreizen versehen. Hier muss Innenminister Schröter schon etwas kreativer als bisher vorgehen.“


Lion Edler

Pressereferent

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