Pressemitteilung

7. Februar 2017

  

BER-Skandal: Müller schiebt Bosch den schwarzen Peter zu

 

Angesichts der erneuten technischen Probleme bei der Fertigstellung des BER-Flughafens hat die AfD-Fraktion den Umgang des Regierenden Berliner Bürgermeisters Michael Müller (SPD) mit der Firma Bosch kritisiert. Müller hatte Bosch für Probleme bei der Türsteuerung verantwortlich gemacht. Indessen wurde auch bekannt, dass die technischen Probleme im Bereich des Brandschutzes offenbar größer als zunächst angenommen sind und dass zahlreiche Elektromotoren ausgetauscht werden müssen.

Als Mitglied des Sonderausschusses BER teilt der AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Kalbitz dazu mit: „Wir erleben ein erneutes Beispiel für die unerträgliche Informationspolitik im BER-Sonderausschuss. Während dort nach unserer expliziten Nachfrage zunächst behauptet wurde, dass im Zusammenhang mit den Türen angeblich nur ein paar Kabel umgesetzt werden müssten, stellt sich nun heraus, dass der Austausch zahlreicher Elektromotoren erforderlich ist. Die Ausschussmitglieder werden völlig im Nebel stehen gelassen, weil Herr Mühlenfeld als Geschäftsführer der Flughafengesellschaft eine regelrechte Desinformationskampagne gegenüber dem BER-Ausschuss betreibt. Auch das Landesamt für Umwelt hat in einer Klarstellung zur letzten Sitzung des BER-Ausschusses unmissverständlich bestätigt, dass die Flughafengesellschaft falsche Angaben macht und dass sie den Ausschuss über das Ausmaß der BER-Probleme täuscht. Eine Unverschämtheit ist aber auch, wie der Regierende Berliner Bürgermeister nun die Firma Bosch in den Senkel stellt, um von eigener Verantwortung abzulenken. Der Berliner Senat benötigt offenbar einen Sündenbock und schiebt der Firma Bosch den schwarzen Peter zu. Nicht weniger peinlich ist die Tatsache, dass die Firma Bosch nun bei der Bauplanung und –koordinierung helfen soll, weil die Flughafengesellschaft mit der selbständigen Bewältigung dieser Aufgabe offenbar überfordert ist.“


Lion Edler

Pressereferent

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