Pressemitteilung
23. Juni 2017

  

Mit Schülerzeitungen keine Politik machen

 

Bildungsminister Günter Baaske (SPD) hat am Montag Brandenburgs beste Schülerzeitung ausgezeichnet.

Dazu teilt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Brandenburgischen Landtag, Steffen Königer, mit:

„Bildungsminister Baaske offenbarte auf der Veranstaltung eine ziemlich schräge Auffassung von der Rolle der Medien, indem er den versammelten Schülerzeitungsredakteuren zurief: „Ihr macht Politik, denn Zeitungen machen Politik.“ Nein, Herr Minister Baaske, „Politik machen“ sollte genau nicht Aufgabe der Medien sein. Diese sollten die Bürger vielmehr mit den Informationen versorgen, die es ihnen ermöglichen, ein eigenes politisches Urteil zu treffen. Und das sollte auch bereits den Nachwuchsredakteuren vermittelt werde.

Doch stattdessen wurde offenbar bei der Prämierung der besten Schülerzeitungen in Brandenburg nicht danach gegangen, welche journalistisch ansprechend, sondern welche politisch genehm waren. Wie ist es sonst zu erklären, dass die Vorsitzende des Bildungsausschusses, Gerrit Große (Linkspartei), in ihrer Laudatio ausdrücklich lobte, dass in einer der ausgezeichneten Zeitungen „Aussagen wie die der AfD kritisch beleuchtet“ worden seien oder, dass in einer anderen der Shakespeare-Klassiker Romeo und Julia „gendergerecht“ in Anna und Johanna umgeschrieben wurde.

Vielleicht werden im nächsten Jahr zur Abwechslung Schülerzeitungen ausgezeichnet, deren junge Redakteure nicht versuchen, der Jury politisch „nach dem Mund“ zu schreiben, sondern die sich altersgerecht mit den Problemen ihrer Schulen und ihrer Mitschüler befassen. Damit wäre für die Demokratie in Brandenburg viel gewonnen.“

 

Marcus Schmidt

Pressesprecher

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