Pressemitteilung
11. Dezember 2017

  

Identifikation von sogenannten „Problemwölfen“ kaum möglich

 

Zum Entwurf der Landesregierung für eine geplante Verordnung bezüglich des Umgangs mit vermehrt auftretenden Wölfen teilt der agrarpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Brandenburgischen Landtag, Sven Schröder, mit: „Die AfD befürwortet grundsätzlich die Beheimatung des Wolfes in Brandenburg. Allerdings darf die Ausbreitung dieses Raubtieres nicht ungehindert und einseitig auf Kosten unserer heimischen Landwirte und Viehhalter geschehen. Wir haben deshalb regionale Obergrenzen für den Wolfsbestand in Brandenburg gefordert. Die neue Strategie, die in der Wolfsverordnung umgesetzt werden soll, ist aus unserer Sicht jedoch fadenscheinig. Die Tötung von sogenannten „Problemwölfen“ soll zulässig sein. Diese schwammige Formulierung ist nicht zielführend, denn niemand kann einwandfrei festlegen, ob es sich bei einem Wolf auf erfolgreicher Nahrungssuche um einen sogenannten „Problemwolf“ handelt. Den „Problemwolf“ zu identifizieren, dürfte schwierig werden.

 

Andererseits soll laut dem Entwurf der Landesregierung auch ein Wolf, der sich aggressiv einem Menschen auf eine Entfernung unter 30 Metern nähert, „physisch sanktioniert“ werden können. Voraussetzung hierfür wäre jedoch ein Jäger an jedem Ort und zu jeder Zeit, um dem Zufall effektiv begegnen zu können. Eine solche Herangehensweise ist daher schlicht nicht durchführbar. Den Wolf jedenfalls wird nichts dergleichen beeindrucken. Er wird sich auch weiterhin stark vermehren und allein dadurch Mensch und Tier gefährlich nahe kommen. Diese logische Schlussfolgerung unterstreicht die Richtigkeit unseres Antrages für eine jeweils regional angepasste Bestandsobergrenze. Voraussetzung dafür ist eine intensive Untersuchung des Auftretens von Wölfen. Darüber hinaus sollte der Wolf schon jetzt - wie in Sachsen - ins Jagdrecht aufgenommen werden.“


Lion Edler

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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