AfD-Fraktion PM: Euro-Einführung in Polen immer unwahrscheinlicher

AfD-Fraktion PM: Euro-Einführung in Polen immer unwahrscheinlicher

Pressemitteilung

08. Juli 2015

Immer mehr Euro-Kritiker in Polen – Einführung der Gemeinschaftswährung im Nachbarland immer unwahrscheinlicher

Im Oktober wählt Polen ein neues Parlament. Im Vorfeld der Wahlen nehmen immer mehr Politiker und Parteien eine euro-kritische Haltung ein. Deutlich mehr als die Hälfte der polnischen Bürger spricht sich für die Beibehaltung der Landeswährung Zloty aus.

Gute Chancen werden bei der Wahl der national-konservativen Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) eingeräumt. Ihre Spitzenkandidatin Beata Szydlo kündigte bereits an, eine von ihr geführte Regierung würde die Pläne für die Einführung des Euro unverzüglich stoppen. Frau Szydlo erklärte: „Wir wollen nicht, dass Polen ein zweites Griechenland wird.“ Marek Belka, Chef der polnischen Zentralbank wies darauf hin, dass vor Einführung des Euro die Verfassung geändert werden müsse. Dafür wäre eine – im Moment – eher unwahrscheinliche 2/3-Mehrheit erforderlich.

Dazu sagte der europapolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Franz Wiese, heute in Potsdam:

»Ich begrüße die Haltung unserer polnischen Nachbarn ausdrücklich. Es kann nicht sein, dass wenn deutlich mehr als die Hälfte der Polen „Nein“ zum Euro sagt, die Regierung den Schritt zur schwächelnden Gemeinschaftswährung trotzdem vollzieht. Damit wird die Wahl im Herbst zum wichtigen europäischen Stimmungsbarometer. Schaffen es die National-Konservativen eine Regierungskoalition anzuführen, stehen die Chancen für die Polen gut, ihre eigene, am Dollar orientierte Währung beizubehalten. Der Zloty garantiert unseren Nachbarn eine starke unabhängige Währung und eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Polen hat sich ohne den Euro als einziges Land während der Wirtschaftskrise positiv entwickelt. Die langfristigen Aussichten sind bestens nach einer langen wirtschaftlichen Talfahrt. Im Jahr 2018 wird das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Polen höher sein als das in Portugal.

Und wenn ich mir ansehe, wie aktuell zur Rettung von Banken die griechische Volkswirtschaft ruiniert wird, wie griechische Rentner ohne einen Cent in der Tasche dastehen, kann ich allen Polen nur raten: Wählt eine Regierung, die Eure Unabhängigkeit bewahrt, behaltet den Zloty!«


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