AfD-Fraktion PM: Untragbare Bedingungen für die Milchbauern in Brandenburg

AfD-Fraktion PM: Untragbare Bedingungen für die Milchbauern in Brandenburg

Pressemitteilung

17. April 2015

Die Bedingungen für die Milchbauern in Brandenburg sind untragbar. Der agrarpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Sven Schröder: „In den vergangenen Jahrzehnten hat die rot-rote Landesregierung es nicht geschafft, vernünftige Rahmenbedingungen für die Milchlandwirte herzustellen“.

Während in allen anderen Wirtschaftsbereichen der Preis für ein Produkt auf Grundlage der Kosten kalkuliert wird, müssen die Milchbauern sich in der Regel damit zufrieden geben, was die jeweiligen Molkereien ihnen für den Liter Milch auszahlen! Der Preis für den Liter Milch wird vom Einzelhandel definiert und bricht sich herunter bis zu den Milchbauern. Die bekommen, was übrig bleibt! Im Schnitt erhalten die Milchbauern knapp 27 Cent/Liter, wobei deren Erzeugungskosten sich auf 43 Cent/Liter belaufen. Damit liegt der Abnahmepreis der Molkereien für den Liter Milch erheblich unterhalb des Erzeugerpreises. „Welcher Unternehmer würde denn zu solchen Konditionen überhaupt noch produzieren? Das ist eine unhaltbarer Zustand“, so der Vorsitzende des Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Entwicklung im Landtag Brandenburg Sven Schröder.

In der Tat ist es ein harter Überlebenskampf, den die Milchbauern führen müssen. Um die Kredite für ihre Höfe überhaupt abzahlen zu können, müssen einige Milchbauern neben der Milchproduktion noch via Photovoltaik Anlagen und Energiepflanzen als Energieerzeuger tätig werden. Nur so können sie die langjährigen  Kredite überhaupt begleichen. Auf diese Weise geraten sie immer weiter unter Druck, ihre Höfe zu erweitern. Die Sorge, die Kredite nicht tilgen zu können, bringen die meisten Milchbauern dazu, nahezu jeden Preis der Molkereien zu akzeptieren.

Mit der reinen Milcherzeugung können die Milchbauern nicht mehr  am Markt überleben. Täglich müssen rund 10 Milchbauern deutschlandweit ihre Betriebe schließen.

Wenn es nach Minister Vogelsänger ginge, dann sollten die Milchbauern mit dem Export wieder auf die Beine kommen. Leider geht diese Rechnung nicht auf. Der Verkauf ins Ausland hat den Nachteil, dass die Brandenburger Milchbauern auf dem globalen Milchmarkt mit anderen Milchbauern konkurrieren müssten. Dies würde den Preis ebenfalls weiter nach unten drücken und die Milchbauern in Brandenburg stehen am Ende noch schlechter da als ohnehin.


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