Buhrufe für Merkel in Heidenau – Demonstranten rufen «Volksverräter»

Buhrufe für Merkel in Heidenau – Demonstranten rufen «Volksverräter»

Buhrufe für Merkel in Heidenau – Demonstranten rufen «Volksverräter»

Heidenau (fdn): Zum ersten Mal seit ihrem Amtsantritt 2005 hat Kanzlerin Merkel heute ein Flüchtlingsheim besucht. Ihre Ankunft im sächsischen Heidenau wurde von Demonstranten mit Buhrufen und lauten Pfiffen begleitet.

In der Unterkunft in einem ehemaligen Baumarkt sprach Merkel dann mit Flüchtlingen, Helfern und Sicherheitskräften.

Demonstranten störten Merkels Besuch mit einem Hupkonzert. Vor der Flüchtlingsunterkunft fuhren zahlreiche Autofahrer mit ihren Wagen hupend vorbei. «Volksverräter, Volksverräter», riefen viele der Demonstranten. In Anlehnung an Vizekanzler Gabriel, der die Demonstranten als „Pack“ bezeichnet hatte, riefen viele «Wir sind das Pack». Medien wurden als «Lügenpresse» bezeichnet, ein Kameramann sogar mit einem Ei beworfen.

Der Bund erwartet bis zum Jahresende insgesamt bis zu 800 000 Asylbewerber in Deutschland. Das wären viermal so viele wie im vergangenen Jahr.

Führende AfD-Politiker ziehen diese Zahlen in Zweifel und erwarten sogar bis zu 1 Million Flüchtlinge. Der stellvertretende Vorsitzende der AfD, Dr. Alexander Gauland forderte für diesen Fall, zu prüfen, ob das deutsche Asylrecht ausgesetzt werden kann. «Das Gesetz wurde für einen derartigen Flüchtlingsstrom, wie wir ihn gerade erleben, nicht geschaffen.»

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