Kleine Anfrage: Schäden durch streng geschützte Tierarten

Kleine Anfrage: Schäden durch streng geschützte Tierarten

 
Die aktuellen Diskussionen um die Wiederansiedlung des Wolfs in Deutschland haben auch die wirtschaftlichen Schäden und Verluste für die unmittelbar Betroffenen durch die anderen streng geschützten Wildtierarten Biber, Kormoran und Fischotter in den Focus des öffentlichen Interesses gerückt. Die Landespolitik reagiert darauf mit Förderprogrammen zur Finanzierung von Schutzmaßnahmen und andere Maßnahmen. Dazu zählen der Ausgleich von Schäden bei den betroffenen Unternehmen, tierartspezifische Verordnungen, die Einrichtung zentraler Managements, die Erarbeitung landesweiter Managementpläne u.a. für diese geschützten Tierarten. Auch die Information der Bevölkerung zu den Lebens- und Verhaltensweise der besonders streng geschützten Tierarten wird durch Fördermittel ermöglicht. Die Brisanz der positiven Bestandsentwicklung der genannten vier Tierarten entsteht auch durch die ablehnende Haltung der Landesregierung gegenüber jagdlichen Maßnahmen zur Bestandsregulierung. Die Entwicklung der Wolfspopulation zeigt, dass mit Zuwachsraten von bis zu 30 % je Jahr, die Konflikte und die damit verbundenen
Kosten steigen werden.
Die Kosten und die Verluste für diese gesamtgesellschaftlich erwünschte Wiederansiedlung streng geschützter Tierarten müssen die Kommunen im ländlichen Raum durch Umverteilung von Fördermittel im Bereich der ländlichen Entwicklung tragen. Aber auch die betroffenen Bauern, Fischer und Teile der Bevölkerung im ländlichen Raum leiden unter den Verlusten, die in der Regel durch Entschädigungen nicht voll ausgeglichen werden.
Die Anfrage und Antwort als PDF

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