S. Schröder: "Bodenspekulation beenden – Jobs, Produktion und Gewinne im Land halten

S. Schröder: „Bodenspekulation beenden – Jobs, Produktion und Gewinne im Land halten

Der AfD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Landtag Sven Schröder hat sich am vergangenen Freitag den 06.02.2015 mit Landwirt Reinhard Jung in Lennewitz bei Bad Wilsnack in der Prignitz getroffen. Jung u.a. ist Geschäftsführer des Bauernbundes Brandenburg e.V.
Es wurden viele Themen besprochen, vor allem jedoch die Bodenspekulationen in Brandenburg und die Herausforderungen, mit  denen unsere Landwirte in Zukunft konfrontiert werden.
Für Reinhard Jung besteht eine Gefahr der Bodenspekulationen vor allem darin, dass die erwirtschafteten Gewinne aus Brandenburg abwandern. Auswärtige Investoren geben ihre Gewinne nicht in Brandenburg aus, davon profitieren vor allem die heimischen Märkte der Großinvestoren.
Ganz anders sieht es aus, wenn die Flächen von ortsansässige Landwirten bewirtschaftet werden. Das verdiente Geld bleibt in der Region, gelangt hier in den Kreislauf, schafft Jobs und sorgt für Wohlstand.
Örtliche Bauern fördern die regionale Wirtschaft. Sie investieren in neue Maschinen und Fahrzeuge regionaler Hersteller. Sie nehmen teil am gesellschaftlichen Leben und schaffen Arbeitsplätze in der Region. Die Wertschätzung der bebauten Ackerflächen ist für den Landwirt vor Ort höher, als für einen ausländischen Großinvestor, der hauptsächlich die Abschöpfung der Gewinne im Fokus hat.
Investoren interessieren sich für Brandenburg nur als Kapitalanlage, mit den Spätfolgen der massenhaften Bodenspekulationen werden wir Brandenburger dann aber wieder allein gelassen.
Kompliziert verläuft ebenfalls die Kontaktaufnahme mit den Investoren/Bodenspekulanten, denn diese befinden sich in den meisten Fällen im Ausland. Problemschlichtungen erschweren sich damit erheblich.
Vorschläge für Lösungen:
Eine Präzisierung des Grundstückverkehrsgesetzes in dem Umfang, dass nur ortsansässige Landwirte berechtigt sind Böden zu kaufen. Mit finanziellen Mitteln kann der Bauernbund den großen Kapitalanlegern nicht entgegenwirken. Auf Landesebene besteht die Möglichkeit mit dem Grundstückverkehrsgesetz die regionalen Landwirte in Brandenburg zu stärken.
Einen weiteren Spielraum bietet das Pachtrecht. Böden sollten nicht sofort an ausländische Großinvestoren verkauft, sondern erst einmal verpachtet werden.
Das Gespräch zwischen dem Abgeordneten Schröder und Bauernbund Geschäftsführer Jung verlief in freundlicher kollegialer Atmosphäre. Beide vereinbarten, diesem Treffen bald ein weiteres folgen zu lassen.

 

Mit dabei in der Prignitz war für die AfD-Fraktion-Pressestelle Artur Fuchs

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