Batteriewerk in der Lausitz bleibt Wunschtraum – Scheitern von Altech wirft Fragen zum Strukturwandel auf

Der Technologiehersteller Altech stellt sein geplantes Batterieprojekt im Industriepark Schwarze Pumpe ein. Was von der Landesregierung als Erfolg von „Energiewende“ und „Strukturwandel“ in der Lausitz angepriesen wurde, hat einen herben Rückschlag erlitten. Nach Angaben des Unternehmens führten weder die Suche nach einem strategischen Partner noch Gespräche mit einem deutschen Industriekonzern zum Erfolg. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Finanzierung und Inbetriebnahme sei inzwischen so gering, dass das Projekt nicht weiterverfolgt werde.
Für die AfD-Fraktion Brandenburg ist das Scheitern des Vorhabens einweiterer Rückschlag für den von der Landesregierung propagierten Strukturwandel in der Lausitz. Durch den Kohleausstieg wegfallenden Industriearbeitsplätze werden bislang nicht durch tragfähige Ersatzprojekte kompensiert. Auch der Aufbau der Universitätsmedizin in Cottbus könne diese Entwicklung nicht ausgleichen.
Der Sprecher für die Entwicklung der Lausitz, Jean-Pascal Hohm, erklärt dazu:
„Das Scheitern des Batterieprojekts zeigt, dass politische Ankündigungen und Förderversprechen keine tragfähige Wirtschaftspolitik ersetzen. DerStrukturwandel wird seit Jahren als Erfolgsgeschichte verkauft, doch die Realität sieht anders aus. Die Lausitz braucht wettbewerbsfähige Energiepreise, verlässliche Rahmenbedingungen und eine Wirtschaftspolitik, die Unternehmen Investitionen ermöglicht und dauerhaft industrielle Arbeitsplätze sichert.“