Brandenburg soll Vorreiter neuer Energietechnologien werden – Fraktion fordert Forschungszentrum für Dual-Fluid- und Mini-Kraftwerke

Die AfD-Landtagsfraktion fordert den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Dual-Fluid-Reaktoren und Small Modular Reactors (SMR), damit Brandenburg sich als führender Standort grundlastfähiger Energietechnologien etablieren kann. Aus Sicht der Fraktion reicht eine überwiegend wetterabhängige Energieversorgung nicht aus, um die langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
„Wind und Sonne allein können die Energieversorgung nicht stabil absichern. Wir brauchen zusätzlich grundlastfähige, sichere und bezahlbare Technologien – und genau hier bieten Dual-Fluid- und Mini-Kraftwerke enormes Potenzial“, betont Steffen Kubitzki, energiepolitischer Sprecher. Teure Gas-Reservekraftwerke seien angesichts hoher Preise kein nachhaltiger Ausweg und zudem nicht absehbar verfügbar.
Der Antrag sieht vor, bis spätestens Ende 2026 ein Forschungs- und Entwicklungszentrum einzurichten. Die Landesregierung soll dafür mit Universitäten, Fraunhofer- und Helmholtz-Instituten sowie weiteren Forschungseinrichtungen und Industriepartnern zusammenarbeiten. Ziel ist es, Forschung und Entwicklung zu bündeln, Brandenburg international anzubinden und neue Hightech-Arbeitsplätze zu schaffen.
Andere Länder wie Kanada, die USA, Frankreich, Japan und Ruanda investieren bereits intensiv in diese Technologien. Deutschland drohe den Anschluss an eine weltweit bedeutende Schlüsseltechnologie zu verlieren. Die Fraktion hebt Vorteile wie hohe Brennstoffeffizienz, die potenzielle Reduzierung bestehender Atommüllbestände sowie modulare und kosteneffiziente Lösungen hervor, die besonders für Industrieparks und energieintensive Regionen geeignet sind.
Ein solches Zentrum würde die Energiesicherheit stärken und wirtschaftliche Impulse setzen. Die Finanzierung hält die Fraktion für realistisch, da Mittel aus gescheiterten oder kaum genutzten Wasserstoffprojekten umgewidmet und durch Förderprogramme von Bund und EU ergänzt werden könnten.