BSW-Minister wollen bleiben: Am Futtertrog wird es eng

Brandenburgs BSW-Minister verlassen lieber die Partei als ihre Posten. Nach Finanzminister Robert Crumbach erklärten nun auch Gesundheitsministerin Britta Müller und Verkehrsminister Detlef Tabbert ihren Austritt aus dem Wagenknecht-Bündnis – bleiben aber in der Landesregierung. Offenbar verbindet sie mit den politischen Zielen ihrer Ex-Partei und deren Wählern weniger als mit einem gut dotierten Kabinettsposten.
Damit ist das BSW in Brandenburg faktisch erledigt: erst Steigbügelhalter der SPD, nun dem Machterhalt geopfert. Die SPD hat erneut eine Partei politisch plattgemacht – nach Grünen, Linken und Freien Wählern. Demokratietheoretisch führt das weiter Richtung Einheitspartei SPD/CDU.
Offen bleibt, womit sich die SPD bei der CDU für eine neue Koalition einkauft. Da die Ministerposten besetzt bleiben, dürften neue geschaffen werden – nicht aus Notwendigkeit, sondern für Plätze am Futtertrog. Oder man macht reinen Tisch: Neuwahlen jetzt!