eSAF-Projekt in Schwedt eine Täuschung?

In einem Bericht der Tageszeitung „ND Der Tag“ wurde kürzlich über die geplante Investition von ENERTRAG und ZAFFRA berichtet. Geplant ist demnach die Inbetriebnahme einer Anlage mit einer jährlichen Produktion von 30.000 Tonnen synthetischen Kerosins für die Luftfahrt in Schwedt.
Weiterhin hieß es in dem Artikel: „Das Projekt eSAF soll den Ausstoß von 100.000 Tonnen CO2 vermeiden.“ Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) überreichten einen Fördermittelbescheid in Höhe von 350 Millionen Euro.
Dazu der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Steffen John:
„Grundsätzlich sind Investitionen auf dem Gelände der PCK zu begrüßen. Wenn aber ein Fördermittelbescheid über 350 Millionen Euro übergeben wird, obwohl offensichtlich nicht einmal alle Gesellschafter der PCK Raffinerie GmbH die notwendige Zustimmung zur angestrebten Nutzung des Geländes erteilt haben, dann ist dies schlichtweg politische Täuschung.
Es zeigt auch, dass die Treuhandverwaltung unfähig ist, hier alle Interessen der Gesellschafter unter einen Hut zu bringen. Sicherlich dürfte die PCK ein starkes wirtschaftliches Interesse daran haben, selbst synthetisches Kerosin herzustellen. Dies wäre ein gangbarer Weg, zu dem auch die Aufhebung der Russland-Sanktionen gehören müsste.“