Fußballfans dürfen nicht unter Pauschalverdacht stehen!

15. November 2025Kategorien: Allgemein, Jean-Pascal Hohm, Presse

Fußballfans dürfen nicht unter Pauschalverdacht stehen!
Fußballstadien sind in Deutschland Orte der Gemeinschaft und des Miteinanders über alle gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen hinweg. Über 24.000 Vereine sorgen für eine vielfältige und lebendige Sportkultur auf und neben dem Platz. In den höheren Ligen, den ersten vier Spielklassen des Fußballs, gibt es jedoch immer wieder Probleme zwischen den aktiven Fanszenen, dem DFB, der DFL und verschiedenen Behörden.

 

Nun steht ein Treffen der Innenminister aller Bundesländer an. Geplant sind Beratungen über verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien des Landes. Vertreter aller Fanszenen befürchten, wie der Presse zu entnehmen ist, dass die Innenminister dabei noch striktere Regelungen für den Stadionbesuch beschließen könnten. Es geht unter anderem um schnellere Verfahren zu Stadionverboten – selbst dort, wo die ordentlichen Ermittlungsverfahren nach mutmaßlichem Fehlverhalten noch nicht abgeschlossen sind.

 

Dabei zeigen die aktuellen Zahlen der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) für die Saison 2024/25 deutlich, dass Fußballstadien bereits heute sehr sichere Orte sind: Die Zahlen zu Gewaltvorfällen sind rückläufig. Diese positive Entwicklung belegt, dass die bestehenden Sicherheitskonzepte wirksam sind und eine pauschale Verschärfung nicht erforderlich ist.

 

Gegen die mögliche Aushebelung grundgesetzlich verbürgter Rechte und die damit verbundene Aufweichung der Unschuldsvermutung regt sich Protest. Ein Aufruf seitens der deutschen Fanszenen, am 16. November nach Leipzig zu einer gemeinsamen Fan-Demonstration zu reisen, findet bundesweit Widerhall. Gemeinsam wollen die leidenschaftlichen Anhänger für den Erhalt der Fankultur und eine weiterhin sichere Zukunft in den Stadien demonstrieren.

Dazu der Cottbuser Landtagsabgeordnete und sportpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg, Jean-Pascal Hohm (Mitglied im Innenausschuss):
„Fußball gehört den Fans. Sie machen ihn lebens- und liebenswert, sie füllen die Stadien und Arenen, sie organisieren Auswärtsfahrten, Choreografien und die Unterstützung für ihren Verein. In den Farben getrennt, in der Sache vereint demonstrieren sie nun in Leipzig, um auf die unverhältnismäßige Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen hinzuweisen. Es droht mehr Videoüberwachung, mehr Repression auf Verdacht – und weniger Unschuldsvermutung, weniger situative Flexibilität. Das ist aus Sicht der Fans ein Grund zur Sorge und aus Sicht grundrechtsorientierter Politik ebenso.

Besonders fragwürdig ist, dass ausgerechnet jene Innenminister, die seit Jahren für eine Erosion der öffentlichen Sicherheit verantwortlich sind, nun Hauruck-Aktionismus praktizieren. Ausgerechnet gegen Fußballfans fühlt man sich zu Verschärfungen berufen, die gegen ausländische Clan-Strukturen und entsprechende kriminelle Netzwerke politisch inkorrekt wären und daher nicht angestrebt werden.

Ich fordere daher die Innenminister zur Besinnung auf. Wir benötigen einen ruhigen, sachlichen und maßvollen Umgang mit den vielfältigen Fanszenen in Deutschland. Wir benötigen keine Repressions-Show, um Boulevardpresse und Vorurteile zu bedienen. Vor allem aber verbietet sich die Schaffung eines Pauschalverdachts gegen aktive Fans. Störer und Straftäter müssen bestraft und eingehegt werden – doch das ist bereits jetzt mit den bestehenden Mitteln ausreichend möglich. Die Freiheit der Kurven darf keiner Polit-PR der etablierten Parteien zum Opfer fallen. Der Fußball ist sicher.“

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