Heilmittelkrise: Regierung ist zynisch und realitätsfern

5. Juni 2026Kategorien: Presse

Angesichts von Engpässen in der Heilmittelversorgung erweist sich einmal mehr, dass die Landesregierung an Lösungen desinteressiert ist. In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Dr. Daniela Oeynhausen und Erik Pardeik(Drucksache 8/2788) fällt ihr nichts Besseres ein, als auf den laufenden Gesetzgebungsprozess zu verweisen und eine schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse zu fordern. Die Nöte von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden finden dabei keine Beachtung.

Von einer guten Lohnentwicklung in diesem Bereich, wie die Landesregierung weismachen will, kann jedoch überhaupt keine Rede sein.
Dr. Daniela Oeynhausen dazu: „Die Landesregierung weigert sich, die bestehende öffentliche Kritik an der Heilmittelverordnung und den GKV-Reformplänen auch nur zu bewerten. Das ist besonders zynisch, weil sie selbst die Blankoverordnung als Grund für vermeintlich gute Vergütungsentwicklungen anführt – und sich dann zu deren drohender Entwertung ausschweigt. Wer hier keine Position bezieht, zeigt kein echtes Interesse an der flächendeckenden Versorgung.“

Erik Pardeik, der selbst im Heilmittelbereich tätig ist, ergänzt: „Die Antwort der Landesregierung ist ein Schlag ins Gesicht aller Therapeuten und Patienten in Brandenburg. Es gibt keine Preisanpassung, keinen Inflationsausgleich – die Vergütung bleibt schlecht, der Beruf damit unattraktiv. Gleichzeitig wird die demografische Entwicklung komplett ignoriert: Immer mehr ältere Menschen brauchen Therapien, aber der Nachwuchs fehlt, weil die Arbeitsbedingungen so schlecht sind. Der Bürger merkt das jeden Tag – lange Wartezeiten, besonders bei akuten Fällen, und Anschlussbehandlungen nach einer Reha, die einfach nicht möglich sind.“

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