Junge Akademiker in Brandenburg: Arbeitslosigkeit seit 2021 mehr als verdoppelt!

Die Arbeitslosigkeit junger Akademiker in Brandenburg steigt dramatisch.
Das zeigt die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (Drucksache 8/2718). Demnach waren im Jahr 2025 im Jahresdurchschnitt 792 unter 30-Jährige mit akademischer Ausbildung arbeitslos. Im Jahr 2021 waren es noch 336. Das entspricht einem Anstieg um rund 136 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei den 25- bis unter 30-Jährigen, also in jener Altersgruppe, in der viele junge Menschen nach Studium oder Ausbildung in den Beruf einsteigen. Hier stieg die Zahl arbeitsloser Akademiker im gleichen Zeitraum von 291 auf 663 im Jahr 2025. Das entspricht einem Plus von knapp 128 Prozent.
Dazu erklärt der Abgeordnete Fabian Jank, AfD-Fraktion:
„Die Landesregierung redet die Lage schön. Sie verweist darauf, dass Akademiker zahlenmäßig seltener arbeitslos sind als junge Menschen ohne Berufsabschluss. Entscheidend ist aber die Entwicklung: Die Arbeitslosigkeit junger Akademiker hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt. Das ist ein Alarmsignal für den Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsstandort Brandenburg.“
In Wahrheit besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der schwachen Konjunktur und politischen Fehlentscheidungen. Hohe Energiepreise, ideologischer Strukturwandel, Deindustrialisierung, Steuern und Bürokratie sowie eine wirtschaftsschädliche Sanktionspolitik belasten Unternehmen und bremsen Neueinstellungen. Berufseinsteiger ohne lange Praxiserfahrung bekommen diese Entwicklung besonders zu spüren.
Fabian Jank weiter:
„Wer Industrie und Mittelstand belastet, erschwert jungen Menschen den Berufseinstieg. Hinzu kommt ein mangelnder Praxisbezug vieler Studiengänge, die für viele Absolventen keine Perspektiven eröffnen. Brandenburg braucht bezahlbare Energie, starke Unternehmen und eine konkretere Berufsvorbereitung in Schule, Ausbildung und Studium.“
Besonders brisant: Die Regierung spricht von gezielten Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, kennt aber die betroffenen Gruppen nicht genau. Die Landesregierung kann nicht einmal genau sagen, welche jungen Akademiker besonders betroffen sind. Eine Auswertung nach Bachelor, Master, Diplom, Staatsexamen, Promotion, Hochschulart oder Fachrichtung liegt nicht vor. Ohne Daten zu Abschlussart und Fachrichtung bleibt Arbeitsmarktpolitik Blindflug. Die AfD-Fraktion fordert deshalb eine ehrliche Bestandsaufnahme zur Arbeitslosigkeit junger Akademiker, eine bessere Erfassung nach Abschluss und Fachrichtung sowie eine Überprüfung der bestehenden Förderprogramme auf tatsächliche Vermittlungserfolge.
Der Vorsitzende der AfD-Fraktion Brandenburg, Dr. Hans-Christoph Berndt, ergänzt:
„Die Antwort auf unsere Kleine Anfrage zeigt: Die Perspektiven junger Menschen werden in Brandenburg immer schlechter. Auch ein Hochschulabschluss schützt nicht vor Arbeitslosigkeit. Brandenburg braucht eine grundlegend andere Politik. Die gibt es nur mit der AfD.“