Kleine Anfrage: Ein Biozid im Hühnerstall und bald kommt wieder die Geflügelgrippe – wie schützt die Landesregierung unsere Eierproduzenten in Brandenburg?

Kleine Anfrage: Ein Biozid im Hühnerstall und bald kommt wieder die Geflügelgrippe – wie schützt die Landesregierung unsere Eierproduzenten in Brandenburg?

 
Für unsere Eierproduzenten begann das Jahr 2017 mit der Geflügelgrippe. Im Landtag wurden die Bauern mit ihren großen Stallanlagen als die Ursache für das Problem benannt – ohne jeden Beweis. Die Lösung der Landesregierung war eine Einstallungspflicht im gesamten Land und das Töten ganzer Geflügelbestände. Die Kosten mussten die Bauern tragen. Wegen der langen Dauer der Einstallungspflicht durften am Ende auch aus den gesunden Hühnerbeständen die Eier nicht mehr als Freilandeier verkauft werden.
Aktuell erleben wir den Skandal um das Biozid Fipronil in Reinigungs- und Desinfektionsmitteln für Hühnerställe. Die Hühnerställe werden vor jeder Neubelegung durch zertifizierte Fachfirmen gereinigt und desinfiziert. Dafür beauftragen die Bauern kontrollierte Fachfirmen, die auch international tätig sind.
Diese Fachfirmen, wie beispielsweise die Firma „Chickenfriend“, haben dieses Biozid in die Reinigungs- und Desinfektionsmittel untergemischt. Jetzt dürfen viele Bauern die produzierten Eier nicht mehr verkaufen, weil dieses Gift in den Eiern gefunden wurde.
Wieder tragen die Bauern die Kosten. Selbst Fachleute können nicht sagen, wann die Bauern wieder Hühnereier aus den betroffenen Beständen verkaufen dürfen.
In Niedersachsen hat der zuständige Minister sogar die Bauern angezeigt, weil in einigen Betrieben die nicht verkaufsfähigen Eier erzeugt wurden. Wieder sollen die Bauern als der „Buhmann“ hingestellt werden.
Die Brüsseler Kontrollbehörden wussten seit Monaten von den Taten der Verursacherfirmen, d. h. diesen Reinigungs-und Desinfektionsfirmen, die das Gift untergemischt haben. Nichts wurde unternommen und über diese Firmen wird nicht berichtet, warum nicht?
Die Anfrage und Antwort als PDF

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