Kleine Anfrage: Potenziale der Landwirtschaft durch Agrarberatung für die Brandenburger Bauern besser nutzbar machen

Kleine Anfrage: Potenziale der Landwirtschaft durch Agrarberatung für die Brandenburger Bauern besser nutzbar machen

 
Die Förderung von Beratung ist in den Förderprogrammen der EU und des Landes Brandenburg für die gewerbliche Wirtschaft und die Wissenschaft selbstverständlich und seit vielen Jahren erfolgreich. Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes ELER gestattet auch eine Beratungsförderung für die Landwirtschaft. Seit 2002 wird für die Landwirte in Brandenburg keine Beratungsförderung mehr angeboten. Ein Resultat ist die starke Ausdünnung der Beratungsangebote für die Landwirtschaft. Insbesondere Beratungsangebote zur Vorbereitung der Landwirtschaftsbetriebe auf neue Entwicklung in der Gesetzgebung, den Verbraucherforderungen, der Produktentwicklung, zum Einsatz neuester Techniken und Technologien, zum Umwelt- und Klimaschutz u.a. sind fast vom Markt verschwunden. Insbesondere die kleineren Familienbetriebe schränken aus Kostengründen ihre Nachfrage nach Beratung ein. Die Anzahl der aktiven Berater reduzierte sich so gegenüber 2001 auf 50 %. (Quelle: Dr. P., Geschäftsführer LAB GmbH, im Fachgespräch mit der Enquete- Kommission am 12.5.2017)
Die Berater benötigen für die Entwicklung neuer Beratungsangebote wirtschaftliche Grundlagen, die derzeit nicht gegeben sind. Die Beratung in Brandenburg begrenzt sich deshalb vorrangig auf die Fördermittelberatung. Neu in Brandenburg ist seit 2016 das europäische Förderangebot "EIP-AGRI" Europäische Innovationspartnerschaften zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität und Nachhaltigkeit. Es fördert die Einführung praxisrelevanter Forschungsergebnisse in die Landwirtschaft mit einer Einführungsphase. Auch das Scheitern eines Projektes soll zulässig sein. Die erhebliche Nachfrage nach dem EIP-Programm ist ein Beleg für das grundsätzliche Interesse an Beratungsförderung in diesem Bereich.
Die Anfrage und Antwort als PDF

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