Leiharbeit darf nicht zu prekären Arbeitsverhältnissen führen

Leiharbeit darf nicht zu prekären Arbeitsverhältnissen führen

Leiharbeit darf nicht zu prekären Arbeitsverhältnissen führen

Pressemitteilung
30. März 2017
 
Die wirtschaftspolitischen Sprecher der AfD-Fraktionen haben am Donnerstag auf ihrem Treffen im Brandenburgischen Landtag die folgende Potsdamer Erklärung zur Leiharbeit beschlossen:
„Seit 1995 haben sich nach der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit die Leiharbeitsverhältnisse nahezu verzehnfacht. Leiharbeit sollte es den Unternehmen ursprünglich ermöglichen, kurzfristige Auftragsspitzen und saisonale Schwankungen abzudecken.
Mittlerweile werden Leiharbeitsverhältnisse zu oft missbraucht. Mit dem Ziel, die Personalkosten durch Lohndumping zu drücken, haben Unternehmen oftmals reguläre Arbeitsplätze in Leiharbeitsplätze umgewandelt. Bei schlechterer Bezahlung bieten Leiharbeitsverhältnisse den Arbeitnehmern nicht die Sicherheit einer festen Anstellung. Dadurch sind überwiegend prekäre Arbeitsverhältnisse entstanden. Auf Grund der vielfach wechselnden Einsatzorte sind sie zudem nicht familienfreundlich. Darüber hinaus besteht ein höheres Risiko, arbeitslos zu werden. Auch führen sie bei den Arbeitnehmern zu erhöhten physischen und psychischen Belastungen.
Um diese Missstände zu beseitigen und die Nachteile für die Arbeitnehmer auszugleichen, setzen sich die wirtschaftspolitischen Sprecher der AfD-Fraktionen auf ihrer Tagung am 30.03.2017 dafür ein, dass Leiharbeitnehmer besser entlohnt werden. Leiharbeitnehmer sollen eine Entlohnung erhalten, die 20 Prozent über dem entsprechenden oder vergleichbaren Tarif liegt. Mit dieser Regelung gewinnen Leiharbeitsverhältnisse den Charakter eines zeitlich begrenzten personalpolitischen Instrumentes zurück, das nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden sollte. Der Trend, tendenziell reguläre Arbeitsplätze durch Leiharbeitsplätze zu ersetzen und innerbetriebliche Lohnunterschiede zum Nachteil der Belegschaft auszunutzen, wird beendet.
Aus unserer Sicht ist klar: Die betriebliche Flexibilität darf nicht einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer gehen."
Potsdam, 30.03.2017
Christina Schade, MdL (AfD-Fraktion Brandenburg)
Carola Wolle, MdL (AfD-Fraktion Baden-Württemberg)
Mario Beger, MdL (AfD-Fraktion Sachsen)
Thomas de Jesus Fernandes, MdL (AfD-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern)
Alexander Raue, MdL (AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt)
Alexander Tassis, MdBB (AfD-Fraktion Bremen)
Marcus Schmidt (Pressesprecher der AfD-Fraktion Brandenburg)
Bild: Pixabay.com

Kontakt:
AfD-Fraktion Pressestelle
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