Nur Sonderflüge? Neuhardenberg kann mehr!

Flughafen Neuhardenberg – enormes Potenzial für die Regionalentwicklung in Ostbrandenburg
AfD-Fraktion macht Nägel mit Köpfen: Bei Regierungsübernahme wird der Instrumenten-Anflug für den Flughafen Neuhardenberg schnellstmöglich umgesetzt.
Bei einem Besuch des Flughafens Neuhardenberg durch die Landtagsabgeordneten Lars Günther und Falk Janke stellte Uwe Hädicke, Geschäftsführer des Airports, deutlich heraus: „Die Potenziale unseres Flughafens können nur dann gehoben werden, wenn die Rahmenbedingungen mit der realen Bedeutung des Standortes Schritt halten. Das satellitengestützte An- und Abflugverfahren ist hierfür der entscheidende Schlüssel. Ohne IFR ist der Flugplatz in seiner Funktion erheblich eingeschränkt. Mit IFR wird er verlässlich nutzbar – für Wirtschaft, Wartung, Logistik, Ausbildung, Zivilschutz und nationale Reservefunktion.“
Die Bedeutung des Flughafens Neuhardenberg ist größer als der aktuelle Status eines „Sonderlandeplatzes“ vermuten lässt. Mit einer Start- und Landebahn von über 2400 Metern Länge und 24/7-Betriebsgenehmigung hat er großes Potenzial, insbesondere wenn am BER nachts nicht geflogen werden darf, Kapazitäten erschöpft sind oder die Kosten dort zu hoch sind. „Daher werden wir spätestens bei Regierungsübernahme in Brandenburg die Einführung des Instrumenten-Anflug-Verfahrens am Flughafen Neuhardenberg umsetzen“, so Lars Günther.
Die Kosten für das Instrumenten-Anflug-Verfahren liegen zwischen 600.000 und 800.000 Euro – angesichts eines Landeshaushalts von rund 17 Mrd. Euro „doch wirklich Peanuts“, so Lars Günter. Die AfD-Fraktion prüft, ob dieser Betrag im Topf des Wirtschaftsministeriums für Konversionsmaßnahmen verfügbar ist. Bereits vorliegende Investitionszusagen von rund 50 Mio. Euro verschiedener Firmen würden sofort umgesetzt und neue Arbeitsplätze entstehen.
Darunter ist eine ungarische Firma, die Verkehrsflugzeuge wartet – ähnlich Lufthansa Technik – und die den vorhandenen Hangar ausbauen sowie einen zweiten errichten will. Weitere Vorhaben betreffen Ausbildungskapazitäten für Flugpersonal, eine Kooperation mit dem Luftfahrttechnologiezentrum in Strausberg sowie steigenden Logistikverkehr und Businessfliegerverkehr.
„Da der polnische Flughafen in Zilona Gora einen Autobahn- und Bahnanschluss sowie 25 Mio. Euro für ein neues Terminal erhält, kommt es nur auf politischen Willen und Priorisierung des Flughafens Neuhardenberg durch das Land beim Bund an, um den seit 1990 zugesagten Status eines Verkehrslandesplatzes endlich zu erreichen“, so Falk Janke. „Wir werden uns auch dafür einsetzen.“