Pressemitteilung

13. Juli 2016

 

Immer mehr Schüler mit Einser-Abitur in Brandenburg: AfD-Fraktion prangert sinkende Anforderungen an

 

Nach den jüngsten Zahlen über die „Einser“-Abiturienten in Brandenburg wendet sich die AfD-Fraktion gegen die schleichende Absenkung des Leistungsniveaus an Schulen. Die „Märkische Allgemeine Zeitung“ hatte heute berichtet, dass 231 brandenburgische Schüler des Abiturjahrgangs 2015/2016 die Abschlussnote 1,0 erhielten (2,72 Prozent aller Absolventen). Somit steigt die Zahl der „Einser“ trotz massivem Unterrichtsausfall seit zehn Jahren kontinuierlich an – im Abiturjahrgang 2004/2005 konnten sich nur 104 Schüler über die Bestnote freuen (0,94 Prozent).

Dazu die bildungspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Birgit Bessin:
„Natürlich freuen sich die brandenburgischen Schüler zu Recht über ein Einser-Abitur. Doch mit Blick auf die langfristige Zukunft der Gesellschaft ist die Entwicklung besorgniserregend. Wenn die Zahl der Einser-Absolventen, trotz des zuletzt massiven Unterrichtsausfalls, seit zehn Jahren kontinuierlich ansteigt, dann liegt es auf der Hand, dass hier etwas nicht stimmt.“

Der Leistungsverfall ist für Bessin nicht nur ein brandenburgisches Problem: „Dieser katastrophale Zustand der Bildung in Brandenburg und Deutschland wird nun verschleiert, indem mit zweifelhaften Statistiken der schöne Schein gewahrt werden soll. Doch mit dieser Zahlenkosmetik tut man den Schülern keinen Gefallen, denn die Arbeitgeber werden schnell bemerken, dass eine ,Eins‘ auf dem Zeugnis nicht mehr viel wert ist. Damit werden die leistungsstarken Schüler um die Früchte ihrer Anstrengungen gebracht.“

Die Vorsitzende des Philologenverbandes Berlin-Brandenburg, Kathrin Wiencek, äußert sich ebenfalls skeptisch zur Aussagekraft eines „Einser“-Abiturs: „Wer heute eine Eins hat, hatte früher eine Zwei“, sagte Wiencek laut einem Bericht der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“.


Lion Edler

Pressestelle

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