Pressemitteilung

2. September 2016

 

AfD-Fraktion kritisiert Flüchtlings-Deal mit Berlin

 

Die rot-rote Landesregierung hat sich mit dem Berliner Senat darauf verständigt, dass Brandenburg 1.000 Asylbewerber, die derzeit in der Hauptstadt in Turnhallen untergebracht sind, in der Flüchtlingsunterkunft in Wünsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) aufnimmt.
Dazu teilt die parlamentarische Geschäftsführerin der AfD-Fraktion im Landtag von Brandenburg, Birgit Bessin, mit:

„Es ist ein Skandal, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke seinem Berliner Genossen Michael Müller ausgerechnet wenige Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 1.000 Flüchtlinge abnimmt. Woidke verteilt Wahlkampfgeschenke auf Kosten Brandenburgs! Die Tatsache, dass Brandenburg überhaupt so viele freie Plätze anbieten kann, zeigt zudem, dass die Landesregierung auch bei den Flüchtlingsunterkünften wieder einmal falsch geplant hat.“

„Statt die Asylbewerber zwischen den Bundesländern hin und her zu schieben, brauchen wir endlich schnellere Verfahren und müssen schneller abschieben. Dann muss sich auch niemand mehr Gedanken über das Fehlen angemessener Unterkünfte machen“, verdeutlichte Bessin.

„Die Bürger in Wünsdorf und Umgebung können sich bei ihrem Ministerpräsident bedanken: Sie müssen die Unfähigkeit des Berliner Senats, den Flüchtlingen passende Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, ausbaden. Und als Dank dafür, dass sie für die Berliner SPD die Kohlen aus dem Feuer holen, werden sie sich mit den bekannten Problemen, die im Umfeld einer so großen Flüchtlingsunterkunft auftreten, herumschlagen müssen“, kritisierte Bessin.

Zur Ankündigung, Berlin werde einen „Mix“ von Familien und Männern nach Wünsdorf schicken, statt wie zunächst geplant nur alleinreisende Männer, sagte Bessin:

„Es gehört nicht viel Phantasie dazu sich vorzustellen, dass die Berliner Behörden dennoch alles versuchen werden, ihre Problemfälle unter den Flüchtlingen nach Brandenburg abzuschieben.“

 

Marcus Schmidt

Pressesprecher

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