Pressemitteilung
22. August 2017

  

Verkürzte Öffnungszeiten für Schlösser würden Tourismus schaden

 

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg hat angekündigt, die Öffnungszeiten für die Welterbeschlösser der Stiftung um eine halbe bis volle Stunde zu verkürzen. Grund sind die geringeren Besucherzahlen in den Abendstunden.

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Brandenburgischen Landtag, Christina Schade, teilt dazu mit: „In Zeiten der höchsten Steuereinnahmen der brandenburgischen Geschichte will die vom Land mitfinanzierte Stiftung die Eintrittszeiten für unsere Welterbeschlösser reduzieren. Vor einiger Zeit diskutierte Brandenburg über drohende Eintrittsgelder für den Park Sanssouci. Wenn nun auch noch verkürzte Öffnungszeiten für Schlösser ins Gespräch gebracht werden, dann zeigt das einen Abwärtstrend an. Ein solcher kulturpolitischer Kahlschlag stellt der Landesregierung eine Bankrotterklärung aus und wird für die brandenburgische Tourismusbranche einen eklatanten Schaden bedeuten. Das Argument der Friedericus-Servicegesellschaft, dass ein erheblicher Imageverlust droht, wenn Besucher bereits zur Kaffeezeit verschlossene Sehenswürdigkeiten vorfänden und sich dieser Umstand anschließend in aller Welt herumspricht, ist nicht von der Hand zu weisen. Läden und Gaststätten im Umfeld der Schlösser werden einen massiven Rückgang an Kunden erleiden, wenn die Besucher seltener kommen oder früher abreisen. Es geht allerdings am Thema vorbei, wenn die Grünen nun die Schlösserstiftung ins Gebet nehmen. Nicht allein die Stiftung, sondern gerade auch die für die Finanzierung der Stiftung mitverantwortliche Landesregierung muss sich Gedanken machen, wie sie die Zumutung verkürzter Öffnungszeiten verhindern kann.“

 

Lion Edler

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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